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Trauma: Folgen, Symptome und Behandlung

Traumatherapie und -Beratung in 1140 Wien. Gute Anbindung durch U3, Linien 49, 51A und S45.

Aus den Trümmern unserer Vergangenheit bauen wir unseren Charakter.
Ralph Waldo Emerson

Was ist ein Trauma?

Psychotherapie hilft bei Krisen und schwierigen Lebenslagen

Psychotherapie mit einem ausgebildeten Traumatherapeuten kann Ihnen helfen, die Symptome von Traumaerfahrungen zu lindern

Der Begriff Trauma stammt aus dem Altgriechischen und heißt übersetzt „Wunde“. In der Psychologie und Psychotherapie redet man von einer Psychotrauma, also eine Art „seelische Verletzung“. Solche Verletzungen entstehen bei sehr großen oder dauerhaften Überforderungen der psychischen Schutzmechanismen durch traumatisierende Erlebnisse.

Ein Erlebnis wird also erst traumatisierend, wenn eine Person bewusst oder unbewusst das Empfinden hat, dass die eigenen individuellen Möglichkeiten nicht ausreichen, um bedrohliche Situationsfaktoren zu bewältigen. Die Erfahrung wird von Gefühlen der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins begleitet, manchmal geht es bis zur Todesangst. Das Selbst- und Weltverständnis wird dadurch erschüttert.

Traumatische Erlebnisse sind üblicherweise Situationen, die durch ein plötzliches Auftreten oder besondere Heftigkeit gekennzeichnet sind und haben einen (existentiell-) bedrohlichen Charakter. Sie versetzen den Betroffenen in einen ungeschützten Angst-Schreck-Schock Zustand, und er wird mit Stress überflutet. Traumatische Erlebnisse kommen aber auch zustande, wenn Menschen über einen längeren Zeitraum bedrohlichen bzw. beängstigenden Situationen ausgesetzt werden, in denen sie keine Chance sehen, sich darauf einzustellen oder zu entkommen.

Beispiele für Ereignisse, die Traumatisierungen auslösen können:

Ereignisse wie Naturkatastrophen, Krieg, Folter
Kriminelle Handlungen wie Vergewaltigung, Mord, Kidnapping
Schwere Unfälle, Erkrankungen, invasive medizinische Eingriffe
Erfahrungen der psychischen, körperlichen und sexuellen Gewalt
Plötzlicher Verlust von vertrauten Menschen oder sozialen Situationen wie Heimat, Elternteile usw.
Vernachlässigungserfahrungen
Augenzeugenerfahrungen von erschütternden Ereignissen
Wichtig ist auch anzumerken, dass nicht alles Belastende traumatisierend wirkt. Andere belastende Erfahrungen, die mit starken Gefühlen wie Trauer, Schmerz, Wut und Enttäuschung einhergehen, sind nicht per se traumatisch, wenn sie mit den jeweiligen inneren und äußeren Ressourcen verarbeitet werden können. Anderseits können auch weniger katastrophale Ereignisse traumatisierend werden, z.B. Demütigungen oder Situationen, die mit großer wie Demütigungen und jene, die mit großer Peinlichkeit, Schande, Hilflosigkeit oder Angst gemeinsam erlebt werden (Mobbing in der Schule).

Traumafolgestörungen und posttraumatisches Belastungssyndrom

Belastende und traumatische Lebensereignisse hinterlassen üblicherweise Spuren in der Psyche eines Menschen (seelische Wunden). Gefühle der Angst, Erschütterung, Trauer, Wut, Reizbarkeit, Einengung und Enttäuschung, aber auch des Verleugnens und nicht Wahr Haben Wollens kommen häufig vor. Betroffene erleben öfters intrusive Bilder, die sie ungewollt im Alltag und in ihren (Alb-)Träumen begleiten. Der Körper reagiert darauf manchmal mit Konstriktionen, Schmerzen und Verspannungen. Es kann dazu kommen, dass sie sich, ihre Grundüberzeugungen und ihr Vertrauen in die Welt vielleicht in Frage stellen. Bei der Bewältigung von Krisensituationen ist all dies ist „normal“ und geschieht meist unabhängig von den individuellen Ressourcen. Posttraumatisches Stresserleben ist also nicht abnormal oder ungesund, sondern im Gegenteil eine natürliche Reaktion des Körpers und der Psyche auf die belastende Erfahrung. Es ist ein wichtiger Prozess, bei dem das Gehirn versucht, das Erlebte zu verarbeiten und zu integrieren.

Im günstigsten Fall legen sich die posttraumatischen Beschwerden nach einer Weile von alleine. Die akute Belastungsreaktion klingt ab, und der Betroffene kann das Erlebte hinter sich lassen und ohne weitere Beeinträchtigung in seinem Leben nach vorne sehen. Wenn die posttraumatischen Symptome aber weiter fortbestehen, obwohl das traumatische Ereignis bereits Wochen, Monate oder sogar Jahre zurückliegt, dann spricht man von einer „Traumafolgestörung“ oder auch öfters von einem posttraumatischen Belastungssyndrom.

Dissoziative Beschwerden

Zu den Symptomen der Traumafolgestörung zählen auch sogenannte dissoziative Beschwerden, die manchmal, aber nicht zwingend auftreten. Der Begriff „dissoziative Beschwerden“ nutzt man, um psychische Phänomene zu beschreiben, die das normale Zusammenspiel von Wahrnehmung, Bewusstsein, Identitätserleben, Gedächtnis oder Körpersteuerung auflösen. Beispiele sind:
Ein dauerhaftes Gefühl “nicht ganz bei sich” zu sein. Betroffene beschreiben das Gefühl als „neben sich“, „außerhalb des eigenen Körpers“ oder „ferngesteuert“. Man redet hier auch von der Depersonalisation.
Zu Depersonalisationsphänomenen gehören auch manchmal Gefühle, dass gewisse Körperteile nicht zu einem gehören, taub sind oder größer oder kleiner erscheinen, als sie tatsächlich sind.
Anscheinend willkürlich stattfindende Gedächtnislücken, wie etwas, dass man sich nicht mehr erinnern kann, wie man mit dem Auto von einem Ort zu dem anderen gekommen ist.
Das Gefühl zu haben, dass die Welt um sich herum wie „im Nebel“ oder „hinter einer Glasscheibe“ erscheint. In der Fachsprache redet man hier von Derealisation.

Behandlung von posttraumatischen Belastungssyndromen & Traumafolgestörungen

Der erste Schritt zur Bewältigung einer Traumafolgestörung ist, sie als solche zu erkennen. Danach ist es sehr empfehlenswert, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Hier sollten Sie Wert darauf legen, dass der Psychotherapeut in Traumatherapie ausgebildet ist. Eine Traumabehandlung erstreckt sich über vier Phasen statt:
Kevin J. Hall, Psychotherapeut & Business-Coach

Kevin Hall BSc, MSc. Psychotherapeut (systemische Familientherapie), Fortbildungen in Traumatherapie & klinischer Hypnose

Orientierung und Stabilisierung
Etablierung einer tragfähigen Beziehung zwischen Psychotherapeuten und KlientInnen sowie Rahmenbedingungen, unter denen KlientInnen sich sicher fühlen und öffnen können. In dieser Kennenlernphase wird die aktuelle Lebensphase der KlientInnen erkundet, sowie die derzeitigen belastenden Symptome aber auch Wünsche, Hoffnungen und Ziele, die mit der Therapie verknüpft sind.

Weitere Stabilisierung und intensiver Ressourcenaufbau
Hier geht es um die Etablierung innerer und äußerer Stabilität. Mit den KlientInnen wird exploriert (falls es nicht schon so ist), wie sie für sich eine sichere Lebensumgebung einrichten können. Es werden hier auch Möglichkeiten – inklusive in der Therapie angeleitete Übungen – erkundet, mit denen KlientInnen ihre Emotionen, Gefühle und Impulse regulieren lernen können. Es ist wichtig, Fähigkeiten zu entwickeln, die der Selbstberuhigung, Selbsttröstung und Selbstfürsorge dienen. Wichtig ist auch wichtig, dass die KlientInnen lernen Angst, Wut und Trauer auszuhalten, ohne dass die belastende Symptomatik oder die destruktiven Verhaltensweisen verstärkt werden. Darüber hinaus soll der Selbstwert und das Erkennen, dass man Einfluss auf das eigene Selbst und das eigenen Leben hat, aktiviert werden.
Diese ist die wichtigste Phase einer Traumatherapie und kann je nach Schweregrad der Traumatisierung unterschiedlich lange dauern. Abhängig von der inneren und äußeren Stabilität der KlientInnen, kann die Traumabehandlung manachmal auch hier abgeschlossen werden.
Traumakonfrontative Verfahren
Scheint es angemessen und ist der Klient (innerlich und äußerlich) stabil genug, können traumakonfrontative Verfahren zum Einsatz kommen.

Traumakonfrontative Verfahren zielen darauf ab, Erstarrungszustände und die damit verbundenen Gefühle der Hilflosigkeit, Panik, Ausgeliefert Seins usw., die auf die traumatischen Erfahrungen zurückzuführen sind, aufzulösen. Gespeicherte belastende Gefühle und negative Selbstüberzeugungen sollen dabei verarbeitet werden, damit am Ende ein schlüssiges und ganzheitliches Selbstgefühl entsteht.

Aus einer Hochstresserfahrung, die zu wiederkehrenden „Flashbacks“ (intrusive belastende Bilder und Gefühle von damals) und zu emotionaler Überflutung führt, soll eine kontrollierbare Erfahrung werden, die auf abgeschwächte und gesicherte Art und Weise verarbeitet und integriert werden kann.

Abschiednehmen von der belastenden Vergangenheit. Zukunftsplanung.
In dieser letzten Phase werden KlientInnen ermutigt, von ihrer belastenden Vergangenheit Abschied zu nehmen. Es werden hier gemeinsam neue Ziele ermittelt:

Wie kann eine neue Beziehung zu sich selbst aussehen?
Was sind Zeichen, dass die Integration der stattgefundenen Veränderungsschritte sich weiter vertieft?
Woran ist erkennbar, dass die Integration ausreichend gelungen ist?
Welche Wünsche und Hoffnungen gibt es für die Zukunft?

Methoden, die ich in der Traumabehandlung einsetze

Hier finden Sie, die Methoden, die ich im Rahmen einer Traumabehandlung einsetze. Klicken Sie auf eine Überschrift, um mehr Information über die jeweilige Methode zu bekommen.
Systemische Einzeltherapie
Besonders geeignet für Gesprächsführung, Exploration von Ressourcen, Stärken und Fähigkeiten, sowie derzeitige Belastungen.
Systemische Familientherapie
Wenn zum Beispiel mehrere Personen durch belastenden Erfahrungen betroffen sind.
Hypnotherapie und klinische Hypnose
Besonders geeignet für Ressourcenaufbau, zur Unterstützung in der Regulierung von Gefühlen und Emotionen und um Traumamaterial (Erinnerungen, Flashbacks, Verdrängtes usw.) zu verarbeiten.
Nächste Schritte