Ein entspannter Körper kennt keine Angst oder Stress

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Bei Stresssituationen, in einem angespannten Zustand, steht der Körper auf Alarmbereitschaft und ist zum Kampf oder Flucht bereit – Cortisol- und Adrenalinhormone werden in den Körper ausgeschüttert und Körperfunktionen wie Herzschlag, Atem etc. werden für die Abwehr von Gefahr optimiert. Die Welt sieht anders aus – alles wird im Licht einer potentiellen Gefahr und der Abwehr dieser Gefahr bewertet.

Unsere Gedanken (und somit auch innere Regeln oder „Glaubenssysteme“) verlaufen nämlich anders je nachdem, ob wir uns in einem entspannten Zustand oder einem angespannten (z.B. mit Stress und Ängsten verbunden) befinden. In der Regel haben wir förderlichere Gedanken, wenn wir entspannt sind, d.h. wir neigen dazu Gedanken zu haben, wie etwa „das schaffe ich“ oder „ich bin was wert, auch wenn die anderen das nicht immer so sehen, wie ich es möchte. Bei Anspannung sind andererseits unsere Gedanken meistens nicht so förderlich und wir haben Ideen etwa wie, „das schaffe ich nicht“, „alles ist gegen mich heute“ usw. Somit kann man sagen, dass unsere Bewertung von unserem Selbst als auch von unserem Umfeld unterschiedlich ist, je nachdem, ob wir entspannt oder angespannt sind.

Das Zusammenspiel zwischen Gedanken und Körperempfindungen ist ein Kreislauf und diese Regel funktioniert auch in umgekehrter Richtung – haben wir positive Gedanken, dann neigen wir dazu entspannt zu sein; haben wir negative Gedanken, dann neigen wir dazu angespannt zu sein. Edmond Jacobson macht diese Idee zu Nutze. Seine berühmte Methode der progressiven Muskelentspannung stützt sich auf das Konzept, dass ein entspannter Körper (bzw. entspannte Muskel) zu einem entspannten Geist führt oder wie Jacobson selber darüber sagte:

In einem entspannten Körper kann kein ängstlicher Geist existieren.

Erstrebenswert ist dann für die Verminderung von Stress-Belastungen, die Dinge auszusuchen, die einen positiven Einfluss auf unsere Bewertungen haben. Beispiele sind: genießen und entspannen, das Richten der Aufmerksamkeit auf positive Dinge, die Entwicklung einer lösungsorientierten Kommunikation mit uns selbst. Denn nur in einem entspannten Zustand haben wir Zugang zu unserer Kreativität und können lösungsorientiert denken.